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Rückblick

Wir machen Bildung - Teil 3

Unser drittes Interview führten wir mit Thomas Giesecke. Der Hallenser ist seit 2008 bei uns für die Ausbildung im Bereich Metall und Mechanik zuständig.

Herr Giesecke, bevor Sie beim AVO junge Leute ausgebildet haben, waren Sie als Maschinen- und Anlagenmonteur sowie Metallbaumeister in der Wirtschaft tätig. Beeinflusst das Ihre Arbeit mit den jungen Leuten?

Ich denke, dass die Auszubildenden mich dadurch ein Stück weit als „praktischen Macher“ akzeptierten. Ich zeige Ihnen Sachen auch über den Rahmenlehrplan hinaus. Das hilft ihnen, ihr Wissen auch auf andere Aufgaben übertragen zu können und anzuwenden.

Was hat Sie bewegt, Ausbilder zu werden?

Ich habe schon immer gern mit Jugendlichen zusammengearbeitet. Ich bin zwar als „strenger“ Typ bekannt, aber die Azubis können mit mir auch ihren Spaß haben, wenn sie sich anstrengen, sich Mühe geben und zeigen, dass sie etwas lernen wollen. Ich sage immer: Lachen ist Pflicht!

Wie bringen Sie Azubis dazu, ihr Bestes während der Ausbildung zu geben?

Ich versuche die Leidenschaft, mit der ich Metall bearbeite, auch auf die Jugendlichen zu übertragen. Auf fachliche Fragen antworte ich beispielsweise niemals mit Ja oder Nein, ich möchte immer die Begründung und damit den Lösungsweg wissen. Ich bin überzeugt, dass die jungen Leute so am besten lernen. Auch wenn es nicht immer so scheint: Aktives Denken macht jedem Auszubildenden Spaß. Wenn sie meine Erklärungen rundherum verstanden haben und sich ein Bild im Kopf meiner Azubis aufbaut, dann weiß ich, dass wir ein großes Stück weiter gekommen sind.

Was macht Ihrer Meinung nach eine Berufsausbildung im Bereich Metall aus?

Die Ausbildung ist in diesem Bereich sehr breit aufgestellt. Ich variiere gern meine Projekte, damit wir mit der Zeit am Ball bleiben. Kreative Projekte sind mir dabei sehr wichtig. Die Azubis sollen lernen, dass ein Produkt sich aus vielen verschiedenen Leistungen zusammenfügt.

Überzeugen Sie doch die jungen Leute da draußen mal, z.B. Industriemechaniker zu werden!

Industriemechaniker ist eine hochwertige und breite Ausbildung. Man ist in Industrie und Handwerk einsetzbar und hat in den Unternehmen ein breites Aufgabenspektrum. Ohne Industriemechaniker wird es nie gehen - denn Fehler an Maschinen beheben immer noch Menschen, nicht Maschinen!

Was wünschen Sie sich für die Berufsausbildung in ihrem Bereich in 10 Jahren?

Grundsätzlich und inhaltlich wird sich nicht viel ändern, die Metallbearbeitung in Handarbeit ist wichtig und wird bleiben. Für die Zukunft wünsche ich mir mehr Begeisterung der jungen Leute für kreative Projekte. Ich bleibe weiterhin am Ball, diese in ihnen zu wecken.

Ausbilder MetallberufeKreative Projekte sind ihm wichtig: Thomas Giesecke ist Ausbilder im Bereich Metall.
Foto: Kathrin Kaufhold/AVO