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Rückblick

Wir machen Bildung - Teil 2

Unsere Serie über die Ausbilderinnnen und Ausbilder des AVO geht weiter. Heute: Kornelia Schröder. Man kennt sie „immer on Tour“. Seit 2001 ist sie Sprachtrainerin beim Ausbildungsverbund Olefinpartner e.V. und für das gute Englisch unserer Auszubildenden und der Fach- und Führungskräfte in den Unternehmen der Region verantwortlich.

Sie lehren Fachenglisch von 1. Lehrjahr bis hin zum gestandenen Ingenieur. Wie schaffen Sie es, die Sprache bei allen gleich gut zu vermitteln?

Da gibt es kein großes Geheimnis. Mein Grundsatz lautet: Eine Sprache muss man sprechen. Einen Großteil meines Unterrichts verbringe ich also im Dialog mit Azubis und Fachkräften- natürlich auf Englisch. Daran müssen sich die „Neuen“ immer erst gewöhnen, aber nach einer Weile klappt es ganz gut.

Der Englischunterricht für die Auszubildenden ist ein Zusatzangebot, welches der AVO seinen Lehrlingen bietet. Sind die jungen Leute deshalb besonders motiviert?

Das kommt natürlich auch immer auf den Einzelnen an. Ich sage beim ersten Kennenlernen immer: Ich bin kein Lehrer, darum bin ich so nett. Oft kommen sie von der Schule mit jahrelangen Grammatiklektionen und haben Vorbehalte gegen Sprachunterricht, können häufig nicht frei sprechen. Ich ermutige sie Englisch zu reden - lieber Fehler machen und trotzdem verstanden werden, als Garnichts sagen.

Viele Unternehmen aus der Metall-, Chemie- und Elektrobranche der Region bieten ihren Mitarbeitern Englischkurse an, die Sie durchführen. Welchen Unterschied gibt es zum Unterreicht mit den Azubis?

Der Unterschied liegt in der Gruppengröße, oft ist auch Einzelunterricht gewünscht. Je nach Bedarf spreche ich mit den Kunden oder sie müssen bestimmte Passagen vom Deutschen ins Englische übersetzen – das ist anspruchsvoll, hilft aber ungemein beim Verhandeln mit Geschäftspartnern im Ausland, da man so dass Formulieren trainiert. Ansonsten gibt es aber nicht allzu viele Unterschiede – ich behandele die Lehrlinge mit dem gleichen Respekt wie meine Firmenkunden.

Auf welche Erfolge sind Sie stolz?

Im dritten Ausbildungsjahr biete ich den Cambridge Kurs für die Azubis an, zur Vorbereitung auf das Cambridge Certificate of English an. Haben sie das in der Tasche, sind sie bestens für den modernen Arbeitsmarkt gerüstet. In den letzten 10 Jahren haben alle Teilnehmer meines Kurses diesen anspruchsvollen Test bestanden.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Sprachunterrichts in der Berufsausbildung?

Ich hoffe, dass der zusätzliche Sprachunterricht auch zukünftig beim AVO angeboten wird, wenn ich in ein paar Jahren in Rente gehe, denn es ist ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung. Die jungen Leute müssen sich nun mal auf internationalem Parkett verkaufen.

DSC 2840Kornelia Schröder ist als Sprachtrainerin bei Azubis und Unternehmen gleichermaßen beliebt. Foto: Kathrin Kaufhold / AVO