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Rückblick

Wir machen Bildung - Teil 1

Elf Ausbilderinnen und Ausbilder sorgen beim Ausbildungsverbund Olefinpartner dafür, dass rund 350 Auszubildende in den Lehrjahren 1-4 im Training Center in Schkopau Tag für Tag eine moderne und vielseitige Berufsausbildung erhalten. In loser Folge wollen wir Ihnen unsere Ausbilder und deren Arbeit mit den Auszubildenden vorstellen.

Heute: Jörg Richter. Seit Juni 2016 ist der Bad Lauchstädter beim Ausbildungsverbund Olefinpartner e.V. als Ausbilder im Bereich Elektrotechnik und Automatisierungstechnik tätig.

Herr Richter, als Ausbilder haben Sie täglich mit den Auszubildenden zu tun, erleben ihre guten und auch ihre schlechten Phasen. Welche Erfahrung haben Sie im Laufe ihrer Arbeit gesammelt?

Seit 33 Jahren begleite ich junge Leute in der Berufsfindungsphase und behaupte von mir, dass ich weiß, wie diese „ticken“. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen leben im Hier und Jetzt, oftmals sind auch andere Sachen wichtig – und die intensive Auseinandersetzung mit dem eigenen Berufsleben nur Nebensache. Ich bilde mit der Einstellung aus: Die beste Lernumgebung liefert uns das „tägliche Labor“ mit den Menschen um uns herum selber, nicht immer unbedingt, was in den Lehrbüchern steht.

Was ist Ihnen bei Ihrer Arbeit mit den Auszubildenden besonders wichtig?

Mir ist wichtig, mit den jungen Leuten auf Augenhöhe zu sein. Auch gegenseitiges Vertrauen und Respekt sind wichtig. Sie sollen lernen, für sich selbst verantwortlich zu sein. Ich bin dabei der Coach, der Ihnen den Rahmen vorgibt - und Sie Erfahrung und Wissen sammeln lässt.

Sie bilden im Bereich Elektronik aus, z.B. Elektroniker/-in für Automatisierungstechnik. Welche schulischen Leistungen muss man mitbringen, wenn man diesen Beruf erlernen möchte?

Für mich sind Noten nur zweitrangig. Ich lege Wert darauf, ob jemand neugierig ist und versuche, die Auszubildenden nicht in „Schubladen“ zu stecken. Alle sind auf ihre Art und Weise clevere Köpfe, das ist für mich herausfordernd und spannend. Wichtig ist, dass man authentisch bleibt und sich nicht verstellt.

Warum sollten sich Schulabgänger für einen Beruf in der Automatisierungstechnik entscheiden?

Wir Automatisierungstechniker sind Problemlöser, das Fehlersuchen ist unsere Königsdisziplin. Im jetzigen Informationszeitalter bewegen sich diese Berufe in die Zukunft, Stichwort Industrie 4.0. Genau dort werden die jetzigen Auszubildenden in Zukunft arbeiten. Wer technikaffin und neugierig ist, für den sind die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sehr groß.

Wo sehen Sie die duale Berufsausbildung und Ihre Rolle als Ausbilder in 10 Jahren?

Wir als Ausbilderinnen und Ausbilder sollen Situationen schaffen, die das Lernen lernen ermöglichen. Da geht es auch mehr in Richtung individuelle Förderung. Duale Berufsausbildung wird weiterhin attraktiv sein, wenn sie wettbewerbsfähig bleibt. Den jungen Leuten stehen auch als Facharbeiter bildungstechnisch alle Wege offen.

Jörg Richter an seinem Arbeistplatz beim Ausbildungsverbund OlefinpartnerJörg Richter möchte individuelles Lernen fördern. Foto: Kathrin Kaufhold/ AVO